ich bin stolz auch ein Watnik zu sein…

Lieber Leser,

ein paar Wochen zurück bin ich auf einen Blog des Herren Pavel Jaroslavzev gestoßen. Darin habe ich seine Erklärung/Darstellung der Situation in Ukraine/Russland/Welt eben mit dem Bezug auf den Bürgerkrieg in der Ostukraine gelesen. Natürlich in Russisch. Meiner Meinung nach müsste sich jeder, der auch zum Krieg in Ukraine eine Meinung hat, es durchlesen. Außerdem kann ich sagen, dass ich die Meinung vom Hr. Jaroslavzev nicht nur verstehe, sondern auch unterstütze. Damit die deutschsprachigen Leser auch darüber nachdenken können, habe ich versucht es zu übersetzen.

Ich bin kein Profi-Dolmetscher und leider habe ich nicht so viel freie Zeit zu Verfügung. Dennoch habe ich es versucht und wünsche allen viel Spaß beim Lesen. Ihre Meinungen dazu wären natürlich auch sehr interessant.

Link zum Original (in russisch):  http://pavlius.livejournal.com/33747.html

Pavel Jaroslavzev                                                                                                                                         17.09.2014

Ein Paar Fragen an Makarevitsch, Mitritsch und AraBublik

„Ich bin ein zombierter Watnik1), der eure Logik verstehen will. Ich will erklären, warum wir euch für Verrückt halten. Und vielleicht erklären sie, warum sie uns für Verrück halten.“ – schreibt Blogger Pavel Jaroslavzev. Also, jetzt werden sie mit der Watnik-Logik von A bis Z in einer kurzen Fassung vertraut gemacht. Ich habe sie in zwei Teile aufgeteilt: Wirtschaftlich und Strategisch, die einzelne Fragmente der logischen Kette durchnummeriert. Sie müssen mir zustimmen, dass es besser ist, die entgegengesetzte Meinung kennen zu lernen, statt zu streiten. Darüber hinaus ist ein Streit in den Reihen der russischen Bürger für deren Zukunft gefährlich und wir, Watniki, sorgen uns für unsere Zukunft.

Wirtschaftliche Logik. Weniger wichtig.

1.0

Es gibt viele Länder, die einen Handel mit einander betreiben. Russisch-Ukrainischer Handelsumsatz belief sich auf über 50Milliarden USD und entsprach sowohl den russischen, als auch den ukrainischen Interessen. Ich hoffe dass es hier keine Fragen gibt. Oder liegen wir, Watniki, hier falsch und der Handel mit Russland, der sich auf 30% des Außenhandels der Ukraine belief, war nicht rentabel? Oder war es für Russland nicht rentabel?

1.1

Ukraine bekam ein Handelsdokument zu unterzeichnen. Wir, Watniki, beschlossen es zu lesen. Oder sollten wir es nicht tun? Vielleicht reichte es den Titel des Dokuments zu verstehen? „Das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und der Ukraine“ Es stellte sich heraus, dass das Dokument eine Reihe für die Ukraine ungünstigen Bedingungen bot. „Das ist eine Frage der souveränen Ukraine, das geht sie nichts an!“ – sagen Sie. Das geht uns wirklich nichts an. Aber! Damit hat man der Ukraine eine Reihe Anforderungen aufgelegt, die eine weitere Zusammenarbeit mit Russland in vielen Bereichen ausschließen würde. Das heißt, dieser Vertrag betrifft auch die russischen Interessen, Interessen der Watniks, ihrer Kinder und deren Großmütter. Aus diesem Grund hat Russland es für besser gehalten sich an EU zu wenden um einen Konsens in der Situation zu finden. Unter einer Partnerschaft verstehen wir (Watniki) schließlich nicht nur eine Realisierung der eigenen Interessen, sondern auch das Achten der Interessen der Partner (siehe auch Ideologie der BRICS Beziehungen) Ist es bei euch anders?

1.2

EU lehnte diesen Vorschlag ab. In Russisch ausgedrückt, man schickte uns dahin, woher keiner zurückkommt. OK. Russland entschloss sich einen eigenen Spiel zu spielen und bot dem Kiew 15Milliarden USD um die wirtschaftliche Probleme des Kiews zu lösen. War dieses Angebot nicht lukrativ? Oder vielleicht ist es Russland verboten etwas jemandem anzubieten? Wenn es verboten ist, dann müssen sie es offen sagen. Wir (Watniki) halten unser Russland nicht für ein Land dem es verboten ist mit anderen Ländern zu konkurrieren, auch wenn es „gesegnetes Westen“ ist. Denken sie da anders?

1.3

Janukowitsch verschob die Unterzeichnung der Assoziierung, um darüber nachzudenken und um die eventuell etwas anzupassen. Wir (Watniki) glauben es war eine richtige Entscheidung. Jegliche Dokumente, die mit dem Geld verbunden sind, darf man nicht blind unterzeichnen. Besonders, da der Text der Assoziierung vor dem Übersetzen in ukrainische Sprache ratifiziert wurde. Wie viele aus dem Parlament haben den Text gelesen und verstanden, bevor sie ihre Stimme dafür abgaben?

1.4

Was passierte als nächstes? Wir haben erwartet, dass die EU bessere Bedingungen vorschlagen würde, weitere Verhandlungen, Beratungen… Nein, das gab es alles nicht. EU hat Demokratie nach „American-Style“ vorgeschlagen, deren Fundament seit 20 Jahren vorbereitet wurde. Unterzeichnung der Assoziierung benannte man als „europäische Wahl“, „der Weg in die bessere Zukunft“ „der Weg in Europäische Union“ und Bacillus Russophobus, künstlich in Ukraine genährt verschlang die Gedanken vollständig. (über die künstliche Russophobie erzähle ich im strategischen Teil) Dabei verstehen wir (Watniki) bis jetzt noch nicht, was die diese stolze Parolen mit dem Stück Papier zu tun haben. Nach allem, wenn eine Bank einem Watnik den Vertrag vorlegt, würde der besagte Watnik meinen, dass alles was in diesem Vertrag niedergeschrieben ist, einer Ausführung unterliegt, auch wenn dieser Vertrag einen verlockenden Nahmen „Einladung in die Welt des Reichtums und des Vergnügens“ trägt. In diesem Vertrag ist nicht geschrieben, dass der Präsident der Bank den Watnik in seinem Mercedes fahren würde und der Vizepräsident schenkt dem Watnik die Schüssel von seiner Wohnung, auch wenn die es beteuern, dennoch zum Unterzeichnen etwas anderes vorlegen. Ein Versuch so ein Vertrag mit solchen Versprechungen durchzudrücken gilt für uns (Watniks) als Betrug zum Nachteil des Volkes. Und wir (Watniki) wurden wieder mal davon überzeugt, dass Westen – die Heimat solcher betrügerischen Verkaufsmethoden ist. Ebenso glauben wir, dass die Ukrainer einer Krankheit unterliegen, die wir in den Neunzigern hatten – blindes Vertrauen zu den Betrügern die sich als zivilisierte Herren ausgeben. Im Prinzip ist es auch nicht weiter verwunderlich für ein Land, das zwanzig Jahre unter einer schrecklichen, korrumpierten und schwachen Führung war. Und wenn dieser „zivilisierter Herr“ reich und lächelnd sagt, dass an allem Russland schuld sei, – können müde Menschen es glauben, auch wenn Russland nichts Böses getan hat, außer: bot die 15 Milliarden an, verkaufte Gas mit Vergünstigungen und ja, war der Hauptabnehmer großer Mengen von ukrainischen Waren.

1.5

Dann kam Maidan. Unterstützt von USA und EU. Kurz darauf gab es einen Staatsstreich unter den Losungen der Demokratie. Ein blutiger Staatsstreich, der offen durch Westen unterstützt war. Bei uns (bei den Watnik‘s) gab es dazu einen Riss in der Vorlage der Begriffe, nur weil ein Begriff „demokratischer Staatsstreich“ sich selbst wiederspricht. Wir akzeptieren die Meinung der Demonstranten nicht als die Meinung des ganzen Volkes so lange, bis eine Abstimmung stattfand. So ist die Demokratie. Egal ob 50 tausend oder eine Million demonstrieren, spielt keine Rolle dass die Regierungsgebäude durch Demonstranten besetzt wurden oder die unerwünschten Abgeordnete verjagt wurden… Eine Demokratie sieht eine Zählung aller Stimmen der Befürworter/Gegner, jener oder anderen Idee vor. Die Aussagen der Maidan-Befürworter „es ist doch offensichtlich, dass alle dafür sind!“ sprechen nur eine Meinung aus, die es noch zu bestätigen gilt. Für die einen ist offensichtlich, für die anderen nicht. Besonders nach den jüngsten Wahlen in der Ukraine, als die Partei der Regionen eine Hälfte aller abgegebenen Stimmen bekam und diese Stimmen kamen aus dem Osten der Ukraine, deren Menschen nicht weniger “Volk“ sind, als die restlichen Wähler der Ukraine. Natürlich gibt es in der Ukraine manche Menschen die diese Leute aus der Ost-Ukraine für Menschen der unteren Sorte halten, beschimpfen sie als „Colorado“2) „Tituschki“ und „Rindviecher“. Wir (Watnik‘s) nennen so ein Verhalten – Faschismus und keine Demokratie (wenn sie an den Kundgebungen teilnehmen werden, die zu einem Staatsstreich in Russland führen sollten, vergisst eins nicht – da endet die Demokratie, denn dieser Putschversuch nicht durch die Mehrheit unterstützt sein wird)

1.6

Maidan war der Grund für Unruhen und dennoch war es langweilig. Hast du einen US organisierten Staatsstreich gesehen, hast du alle gesehen. „Friedliche Demonstranten“, dann Gruppen der maskierten Leute, die mit einer Antihuman-Ideologie aufgeladen sind (meistens Islamisten oder Nazis), danach Molotow-Cocktails auf die Köpfe der Polizisten. Hier war auch wenig Neues. Z.B. Scharfschützen, die genauso die Menschen in Libyen, Syrien, Ägypten töteten, sogar in Moskau ’93 unter dem Objektiv des daneben sitzenden Journalisten töteten, waren hier auch. Vielleicht war es ein Zufall? Wir (Watnik‘s) glauben selten an Zufälle. Besonders nach den Gutachten über die Lage der Scharfschützen in den Gebäuden, die durch die Führer des Maidan kontrolliert wurden. Alles aus dem gleichen Script, banal und sehr oft getestet. Am meisten überrascht uns das Schweigen eurer Gleichgesinnten über die Ereignisse in Odessa

1.7

Janukowitsch wurde gestürzt. Verfassungswidrig. Wir (Watnik´s) sind wahrscheinlich zu primitiv, aber für verfassungsrechtlich halten wir nur das, was auch in der Verfassung geschrieben wurde. Wir können nicht zwischen den Zeilen lesen, so ist es nun mal. Und in der Verfassung gibt es nur 3 Optionen zum Präsidentenwechsel: Wahlen, Impeachment oder Tod. Ab dem Moment ist die Legitimation der Kiewer Neumacht fraglich. Wir halten sie nicht für eine legitime Macht, die die Bestrehbungen des ukrainischen Volkes wiederspiegelt, wir halten sie für eine Gruppe der Menschen, die gewisse Plätze einnahmen ohne die 42 Millionen der Ukrainer darüber zu fragen. Wir nennen diese Macht – „Junta“.

1.8

Über Krim schreibe ich weiter unten, im „strategischen“ Teil. Jetzt werde ich über den Aufstand in Donbass schreiben. Also, eine Reihe der Menschen in Kiew führte einen Regierungssturz durch, besetzte Regierungsgebäude, verjagte die unerwünschte, vielleicht auch schlechte Abgeordnete nahm die Machtpositionen ein und erklärte sich zu einer Macht. Im Osten des Landes leben die Leute die für die Partei Regionen deren Stimmen abgegeben haben. Mit solch einer Entwicklung waren diese Menschen nicht einverstanden. Vielleicht waren sie auch über die Korruption verärgert, aber man hat sie nicht gefragt, ob die den Regierungsumsturz befürworten. Es gingen die prorussischen Kundgebungen los. Wenn es auf dem Maidan die Flagge der EU gab, gab es auf dem Donbass Flaggen des Russlands. Wenn EU für europäische Interessen den Aufstand in Kiew unterstützte, so unterstützte Russland als Antwort darauf den Aufstand im Osten der Ukraine. Spiegel. Nicht einmal konvex. Nur mit einem wichtigen Unterschied: Im Osten gab es einen demokratischen Verfahren, namens „Referendum“ oder auch Volksabstimmung. Ich will sie erinnern, wir, Watniki, halten Russland nicht für ein Land, das nicht berechtigt ist auf die Aktionen der anderen Länder zu reagieren, Länder die Russlands Interessen verletzen, auch wenn diese Länder in Köpfen einiger Menschen als „ein Leuchtfeuer des Guten“ gelten. Ebenso wollen wir anmerken, dass Poroschenko im Osten des Landes nicht gewählt wurde.

1.9

Kiew startete ATO (Anti Terroristische Operation). Ich wiederhole noch mal (vielleicht haben sie andere Informationen?). Kiew. Startete. ATO. Und die Truppen der Freiwilligen (die so genannte National-Garde), ebenso wie der ukrainischen Armee gingen die Menschen zu töten, die mit der laufenden Situation und mit der selbsternannten und nicht legitimen Macht, nicht einverstanden waren. Deshalb nennen wir, Watniki, diese ATO – Kämpfer, nur „Strafkommandos“. Es stellte sich heraus, dass es viele waren die nicht einsichtig sein wollten, im ukrainischen TV wurden die oft als „das Arbeitsvieh“ genannt. Die Kräfte ATO kamen nach Osten der Ukraine und es floss Blut. Russland rief mehrfach auf diesen Krieg einzustellen, sich an Verhandlungstisch zu setzen und die Kampfhandlungen einzustellen. Rief öffentlich, oftmals. Die Landwehr war im Osten und hat den Kiew nicht attackiert. Aber Junta wollte keine Verhandlungen, meinend, dass man die Landwehrmänner töten muss, dass ihr, der Junta, die ganze Ukraine widerstandslos gehört. Dabei verstehen wir nicht, warum man die Landwehrmänner als Terroristen bezeichnet. Wir meinen, die Terroristen sind die, die terroristische Aktionen auf dem Territorium des Gegners begeht, seine Objekte angreift, dabei die Angst und Panik unter den Bürgern auslöst. Nazguardisten kamen nach Osten und begannen die Wohnviertel mit den RS30 („Grad“ – Mehrfachraketenwerfersystem) zu vernichten, die Angst herbeirufend. Doch die bekamen eine Antwort. „Wer mit dem Schwert…“ 3), na sie wissen schon. Es soll gesagt werden, dass die Taktik „massiver Beschuss der Zivilisten“ ist nicht neu und wird von jedem, der nicht faul ist, eingesetzt. Und ist sehr wirksam. Es ist egal wie die Bürger zur Junta stehen, wenn sie für die ihre Landwehrmänner in eigenen Städten getötet werden, werden die durch Tod eingeschüchterten Menschen den Landwehrmännern nicht mehr gleichgesinnt bleiben, werden sie nicht mehr unterstützen und gar verjagen wohlen. Dabei natürlich wohl verstehend, wer sie tötet. Einfache Menschen wollen auch leben.

1.10

Diese logisch aufgebaute Kette erklärt, dass die Handlungen Russlands eine Antwort auf die Handlungen des Westens sind. Wir verneinen die Unterstützung der Volkslandwehr der Donbass durch Russland nicht. Das passiert aber nicht für irgendwelche Milliarden von Dollar. Nein. Es gibt eine zweite, strategische Logik, die wesentlich wichtiger ist, mit der auch die Krimfrage verwickelt ist.

Strategische Logik eines Watniks. Die wichtigste.

2.0

Wir sind zombiert. Wir meinen, dass Amerika uns vernichten will.

2.1

Aber nicht Putin hat uns zombiert, nein. Wir wurden zombiert von: amerikanischem Admiral Alfred T. Mahan, Geostratege Nicholas J. Spykman, US Sicherheitsberater Z. Brzeziński, H. Kissinger und anderen Menschen, die einen großen Einfluss auf die politische Linie der USA und „der Neokonservatoren“ nahmen und deren Einfluss auch noch heute spürbar ist. Wo liegt der Kernpunkt? Westliche Geopolitik (so eine Wissenschaft, die Entwicklungsprozesse anderer Staaten studiert) sieht die Welt auf folgende Weise. In der Mitte der Welt liegt Eurasien – der Hauptkontinent der mit den meisten der weltweiten Ressourcen ausgefüllt ist. Im Zentrum des Eurasiens liegt Heartland (Zentrales- oder Herzland), eine gewisse Zone, die geneigt ist eigen Einfluss zu verbreiten. Auf das ganze Festland, vom Zentrum bis zu den Küsten, bis zur Zone Rimland. Das bedeutet, dass alle Ressourcen, früher oder später, unter Kontrolle des Heartlands und der verbündeter Staaten kommt. Und die Ressourcen sind die Grundlage des Lebens. Als Heartland, in dieser Konzeption, wird Russland dargestellt. Das Russische Reich, die UdSSR, das Zollbündnis, die Partnerschaft mit China, SOZ (Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit) bestätigen nur die Theorie der Heartlands Erweiterung. Doch wie sollen die Länder an die Ressourcen rankommen, die hinter dem Ozean liegen? Wie können die „Meermächte“ die Kontrolle über Eurasien bekommen? Es ist nur eine Methode erfunden worden. Die Militärstrategie, die als „Eindämmung“ genannt wurde.

2.2

Die Strategie „der Eindämmung“ meint den Prozess der Verbreitung des Einflusses auf die Küstenzone Eurasiens von außen, vom Meer, von allen Seiten. Mit dem nachfolgenden Vorstoß ins Innere des Kontinentes. Man kann ins Innere vorstoßen in dem die Küstenstaaten erobert oder auf eigene Seite überzeugt werden, dabei wird sich ausdehnender Heartland „zusammengedrückt“. Vorteile sind die Pufferzonen zwischen den Küstenstaate und dem Heartland. Diese Pufferzonen sollen stärker gegen Zentrum eingestellt sein, als die Küstenstaaten. Mit den letzten kann man erfolgreich einen Handel betreiben, es ist nicht notwendig die im Blut ersaufen zu lassen (außer denen die der Strategie zu gefährlich werden), es reicht aus die Küstenstaaten in die Wirtschafts- und Militärabhängigkeit (z. B. durch eine Bildung einer Militärallianz) zu versetzen. Aber je näher zum Heartland, desto komplexer wird es. Es ist notwendig Nazismus (basierend auf Russophobie) und religiösen Fundamentalismus (für islamischen Süden Russlands) und andere Erscheinungen in den nahe stehenden Regionen zu forcieren, die zulassen werden, die Pufferzonen für weitere Abschwächung des Heartlands zu verwenden: durch den Militärkräfte, durch der Blockierung der Handelswege, durch Terrorismus und durch Entwicklung der Instabilität. Es ist wünschenswert Heartland mit den Staaten zu umzingeln die gegen ihn gestimmt sind, der gesamten Grenze entlang, Dabei die Lebensstandards in diesen Ländern hoch zu halten und… Da ist der Krieg und diese Staaten werden Heartland von allen Seiten, jeden Tag beißen. Im Ideal, natürlich, sollte man den gesamten eurasischen Ring, inkl. Europa, zum Krieg gegen Zentrum überzeugen, dabei so das Zentrum wie auch die ihn umgebende Staaten zu schwächen. Das ermöglicht den USA und Großbritannien den gesamten Kontinent fest und lange unter Kontrolle zu bekommen. Man sollte anmerken das die Strategie der „Eindämmung“ nicht unbedingt auf direktem Wege erfolgen soll, ideal ist es alles mit „fremden Händen“ zu erledigen. Es reicht nur anzustoßen, zu lenken zu forcieren und geschickt die Gedanken der Menschen auszunutzen, „teilen und herrschen“. Ein offener Zusammenstoß der Seemacht USA und Kontinentalmacht Russland ist ausgeschlossen. Einen Landkrieg gegen Russland kann USA nicht gewinnen. Eigentlich haben USA es auch nie angestrebt und deren militärische Erfahrungen waren erfolgreiche Attacken auf Küstenländer mit Einbeziehung der Flotte.

2.3

Vielleich waren diese Strategen betrunken. Vielleicht haben die gespaßt. Vielleicht bringt Amerika nur Gutes. Vielleicht die Menschheit, die für Ressourcen Tausende von Jahren kämpfte in den letzten Jahrzehnten sich plötzlich geändert hat und die Berge haben sich auf den Kopf gestellt. Aber uns, die Watniks, verwirrt die Tatsache, dass alle in der Welt früher geschehenen Ereignisse, jetzt auch die Strategie der “Eindämmung“ wiederspiegeln. Kann es nur die Koinzidenz sein? Kann es rein zufällig so gekommen sein, dass die meisten der amerikanischen Militärstützpunkte nach der so genannten Karte „inneren Halbmondes“ der Küstenzone platziert sind? Vielleicht sind rein zufällig die meisten der amerikanischen Militärstützpunkte in Deutschland positioniert, im lokalen Heartland der Europe und dem wichtigsten Staat des Rimlands, deren Bündnis mit Russland die größte Gefahr für die „Eindämmung“ – Strategie bedeuten würde? Im Staat, dem es seit dem zweiten Weltkrieg die eigene Souveränität „verboten“ ist! Ist es ein Zufall, dass die Baltische Länder zu einer Pufferzone wurden? Vielleicht, rein zufällig, von nichts zu tun zu haben, haben die Amerikaner tausende von eigenen Leuten in Vietnam, einem weit entferntem Küstenland, geopfert? Vielleicht ist zufällig Georgien zu einer antirussischen Pufferzone geworden (Gott sei Dank, hat Russland eine Verteidigungsbarriere durch Abtrennung der Abchasien und Ossetien). Wir, Watniki, sind nicht so naiv. Und wir halten es für keinen Zufall. Genauso wie wir auch die Bildung des antirussischen Dreiecks USA-Polen-Ukraine, den noch Brzeziński ins Leben gerufen hat, für keinen Zufall halten. Solche „Zufälle“ sind einfach zu viele und in jedem von denen spielte USA die wichtigste Rolle. Gut, dass uns kein großer, aber starker Zugang in die Richtung der warmen Meere, strategische Basis der Marineflotte an der Krim geblieben ist…

2.4

Krim ist die Tür Russlands zu den warmen Meeren. Das ist die erste Position im Schwarzen Meer. Wenn man Russland die Krim wegnimmt, kann man Russland als „umzingelt am Meer“ bezeichnen. Das schwächt bedeutend den militärischen Potenzial Russlands, verletzt den militärischen Gleichgewicht auf dem Meer, was eine ernst zu nehmende Bedrohung für Russlands Sicherheit und Souveränität in der Perspektive bedeuten würde. Darum, sobald die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes der Basen in der Krim, aufgetreten ist, passierte das, was passieren müsste. 7 Jahre zuvor hat man die USA darüber aufgeklärt. Aufgeklärt darüber, dass die nicht auf die Krim hoffen dürfen, da der Einsatz zu hoch ist. Aber geschah es?

2.5

Durch das Fehlen der Verfassungsmacht im Land und dank der bestehenden Gesetzgebung hat das Krimparlament die Halbinsel unabhängig gemacht. Danach kam das Referendum in dem die Krimbewohner für den Beitritt zu Russland abgestimmt haben. Alles war im Rahmen der demokratischen Prozeduren gehalten. Warum nennt ihr das Annexion? Wir, Watniki, haben im Wörterbuch nachgesehen, dass die Annexion eine gewaltsame Besetzung des Territoriums heißt. Außer der Tatsache, dass die Krim durch die russischen Soldaten beschützt wurde, in dem ein Verhindern des Einmarsches des Rechten Sektors und anderer bewaffneten Gruppierungen sichergestellt war, gab es andere Anhaltspunkte die diese Vorgehensweise für ein gewaltsames Einnehmen des Territoriums gehalten werden kann? Gab es einen Krieg in der Krim? Wir, Watniki, meinen, dass die Bewohner der Krim selbst entschieden haben, wie sie leben wollen. Russland hat lediglich ihnen bei dem Prozess geholfen. Gott sei Dank, dass sie mindestens jetzt keinen Krieg sehen. Und was wäre, sei die Krim noch ukrainisch und angesichts der Tatsache, dass die Krim durch die „kazapen und moskali“ bewohnt wird. Wenn man über die spricht, die wir Junta nennen, dann ja, Russland nahm ihnen Krim. Und nach unserer Meinung machte alles richtig.

2.6

Jeder „Neokonservator“ weiß, dass ein Riss zwischen Russland und Ukraine – ein strategischer Traum der USA ist. In der Tat kann ein großes Bruderland mit einem Zugang zum Meer zum einem Alptraum für Russland werden kann. In der Eindämmung-Strategie kann man „Rekonfiguration“ der Ukraine als den vorletzten Schritt ansehen. Deshalb sind wir, Watniki, über diese Frage besorgt. Wir wollen nicht, dass die Ukraine zur primären Pufferzone, mit antirussischen Ideologie und einem niedrigen Lebensstandard, bereit gegen Russland jeden Tag, mit „allen Fasern der Seele“ Kriege zu führen, werden wird. Wir Watniki, wollen die Ukraine als blühendes Brüderland, frei von Russophobie, sehen. Aber jetzt wird die Ukraine gegen Russland mit allen Mitteln gestimmt, inklusive offensichtlicher Lügen auf dem ukrainischen TV, Propaganda in den Westlichen Medien, Augen zumachend auf die blutrünstigen Kriegsverbrechen des ukrainischen Militärs.

2.7

Diese logische Kette zeigt, dass die Welt sich nicht geändert hat. Das, dass wir noch nicht im Krieg leben, bedeutet nicht, dass Frieden stabil ist. Menschheit kämpfte immer um die Ressourcen. Und wir haben die Ressourcen, aber die anderen nicht und das bedeutet, dass man versuchen wird es uns wegzunehmen. Also versucht es jeden Tag. Durch normale, Jahrtausend erprobte militärisch-wirtschaftliche Wege. Und wieder, ich denke es mir nicht aus, ich übermittle nur den Kernpunkt der westlichen Wissenschaft namens „Geopolitik“, deren Forscher in der Außenpolitik der USA direkt eingesetzt sind. Ein Versuch Russland und Putin anzuschwärzen halten wir nur für eine Etappe des Eindämmens, die dazu dienen soll eine Küstenzone, damit ist Europa gemeint, entweder zu einem Krieg, oder zu einer Blockade mit folgender Umstrukturierung des europäischen Marktes zum Vorteil der USA, vorzubereiten. Wirtschaftlicher Krieg tobt schon (Sanktionen), der heiße Krieg ist noch nicht losgetreten worden. Wenn die Ukraine gänzlich unter USA-Kontrolle steht und die Donezk-Landwehr verschwindet, wird die heiße Phase auf dem russischen Boden nicht lange auf sich warten lassen. Die Wörter „Russland soll auf seine Politik in der Ost Ukraine verzichten“ erfassen wir als „Russland soll in diesem Krieg kapitulieren, wir werden immer stärker zuschlagen“ USA wird nicht zurücktreten, die Einsätze sind zu hoch. Russland auch, mit analogischer Begründung. Jemand überlebt, jemand nicht. Man kann die USA verstehen, Russland auch. Aber eine Partnerschaft schlägt Russland vor und nicht die USA. Unter Partnerschaft versteht man nicht eine Diktatur irgendwelcher Interessen, sondern eine beidseitig vorteilhafte Zusammenarbeit, Ablehnung der heutigen und dennoch veralteten Eindämmungsstrategie und ein Übergang zur Interessengleichheit. Also hoffen wir, dass BRICS und SOZ obsiegen werden. Das ist nicht mehr und nicht weniger eine Hälfte der Bevölkerung des Planeten.

2.8

Wir, Watniki, warnten noch am Anfang des Maidan: Dieses Springen führt zum Krieg. Wir haben es schon gesehen. Und darin gibt es keine Demokratie und kein besseres Leben. Wir haben uns nicht getäuscht, der Krieg fing nur nach wenigen Monaten an. Jetzt warnen wir wieder. Wir warnen davor, dass USA einen Krieg der ihrer Kontrolle unterstehenden Saaten gegen Russland wollen, mit vorheriger Schwächung des Russlands (z.B. durch Umsturz der Macht) natürlich, damit Russland in diesem Krieg nicht gewinnen kann. Eine sofortige Kapitulation vor dem Westen wäre besser für euch. Und so leben wir.

***

Sich nach dieser Logik richtend, sollten wir euch entweder für Ignorant, oder für Anhänger einer Sekte „Westen bringt nur gutes, egal was es tut…“, in die eine gute Hälfte der Kiew Bewohner eingetreten ist halten. Oder aber seid ihr die offenen Anhänger der Feinde. Ihre Wörter darüber, dass wir uns selber die Feinde erschaffen verstehen wir nicht. Wir haben im Wörterbuch nachgeschlagen, und es ist dort geschrieben, dass Feind ist, wer die in Bezug auf dich feindseligen Handlungen begeht. Wenn ihr wollt, nennen wir sie „gute Freunde, ist ok. Aber, was wird sich deswegen ändern?

Das ist eigentlich alles.

Mit freundlichen Grüßen, Watnik.

kurze Erklärungen der hier auftauchenden Begriefe:

  1. „Watnik“ ist ein typisch russisches Kleidungsstück – Steppjacke oder Wattenjacke. Da es typisch russisch ist, werden alle Anhänger der russischen Politik vom Putin als Watnik(einer) oder Watniki(viele) bezeichnet.
  2. „Colorado“ – Durch die farbliche Ähnlichkeit des amerikanischen Kartoffel-Käfers mit dem Sankt-Georgs-Band. So wurden alle, die für die Unabhängigkeit der Donbass Region kämpften und dabei den Sankt-Georgs-Band trugen, als „Colorados“ bezeichnet. Sollte beleidigend wirken…
  3. „Wer mit dem Schwert zu uns kommt, wird durch das Schwert fallen“ – Alexander Jaroslawitsch Newski
  4. Kazap und Moskal – weitere Beleidigungen für die in Moskau lebenden Menschen.
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